© alle Fotos (außer wenn gesondert angegeben): Eveline Rabold

Märchen der Musik

12-teiliger Plakatzyklus nach den Texten „Das Märchen der Musik“ von Peter Wagner Ausgezeichnet mit dem Burgenländischen Landespreis für Künstlerische Grafik 2003 Für 2006 wurde mit den 12 Motiven auch ein Kalender produziert.
 

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3 Schlagwörter zum 12-teiligen Plakatzyklus
„Das Märchen der Musik“:

Rückübersetzung: Die Texte von Peter Wagner sind märchenhaft gehaltene Parabeln über Begegnungsmuster mit dem Existenziellen – meine Plakate konfrontieren sie mit dem Antlitz realer Bilderwelten und holen sie 
dieserart in die plakative Normalität zurück. Das Ergebnis ist eine Poesie im Zwiespalt. Letztich ist auch das Plakat – wie wir es von der Werbung kennen – im Zwiespalt zwischen Methode und Ziel.
Das Politische ist ein Folgeprodukt von Bild und Sprache, anders gesagt: von Empfindung und Gedanklichkeit – im Idealfall als sowohl analoges als auch divergentes Erfahrungsmuster.
Öffentlichkeit: Die Plakate sind konzipiert für Orte, an denen Menschen kurzfristig verweilen, um egal aus welchen Gründen Zeit zu überbrücken: Haltestellen, U-Bahn-Stationen, Wartesäle, Parks, Gastgärten, Ämter usw. Der Bilderrahmen in den häuslichen vier Wänden wäre jedenfalls ein Missverständnis ihrer plakativen Grundsubstanz.
Die einzelnen Sujets sind Collagen, die sich aus verschiedensten Fotos und den jeweiligen Texten zusammensetzen. Die verwendeten Bildmotive stammen aus Werbearchiven, Zeitungen und anderen 
journalistischen Publikationen. Die einzelnen Bildelemente wurden in ettlichen Arbeitsschritten am Computer übereinandergelagert und verfremdet. Die beiden Textebenen bilden die oberste Schicht der Collage. Wobei die zweite Textebene als Mittler zwischen Text und Bild fungiert - also das verbindete Element darstellt
 

Juryentscheid zum Bgld. Landespreis 2003:


Die Jury kam zu einer einstimmigen Entscheidung. Eveline Rabold überzeugte die Jury mit ihren drei Einreichungen, wobei die Beurteilung des Gesamtschaffens der Künstlerin nicht im Vordergrund stand. Die Künstlerin verbindet im eingereichten Werk ein Märchen, einen märchenartigen Text – der deutlich lesbar als Kommentar zum Zeitgeschehen – mit computergenerierten Bildern in einer sehr verwobenen, intelligenten und auch vielschichtigen Balance kommuniziert. Eveline Rabold hat aus einer Serie von 12 Arbeiten gekonnt jene drei Werke ausgewählt und eingereicht, die grafische Ausdrucksformen zeitgemäß verbinden.
Jurymitglieder: Prof. Gunter Damisch (Akademie der Bildenden Künste), Amalia Rausch (Leiterin der Galerie Friedrichshof), Birgit Sauer (Bildende Künstlerin)